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Das malerische Bardejov liegt am Fuß von Beskid Niski auf der Höhe von 227 m ü. d. M. im Einzugsgebiet der Flüsse Topla und Lukawica. Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 1241 und ist in der Ipatijewer Chronik zu finden. Die nächste Erwähnung des Ortes finden wir im Brief des ungarischen Königs Bel IV aus dem Jahr 1247. Zu jener Zeit siedelten sich Ziesterzinser auf dem Gebiet an, denen der König die Stadt als ihr Eigentum bestätigte. 1296 wurde Bardejov wieder zum königlichen Eigentum. Um die Wende des 13. und 14. Jahrhunderts ließen sich hier deutsche Ansiedler nieder. Im 14. Jahrhundert verlieh der König Karl Robert der Stadt Bardejov erhebliche Privilegien. 1376 wurde sie zu einer freien Königsstadt. Im 15. Jahrhundert wurde die Entwicklung fortgesetzt und die Periode kann als die goldene Zeit von Bardejov bezeichnet werden, denn damals erlebte es den größten Aufschwung. Hier waren 64 Handwerke, 51 Zünfte und 146 Handwerksmeister tätig. Die Stadt zählte damals 3000 Bürger, besaß Weingärten, Sägemühlen, Mühlen, Glashütten, eine Brauerei und ein Salzlager. Im 16. Jahrhundert begann die Ära der größten Entwicklung der Forschung, Kultur und Kunst. Im 17. und 18. Jahrhundert erlebte die Stadt einen Verfall, der durch die Unruhen der Hussiten und Böhmischen Brüder, Kriege gegen Türken, Ständeaufstände gegen die Habsburger, Pestepidemie und ausgedehnte Brände verursacht wurde. Zu einer leichten Belebung kam es im 19. Jahrhundert, als die Bahn, ein Hotel und Krankenhaus hier entstanden, in den Jahren 1878 und 1902 wurde die Stadt jedoch durch verheerende Brände heimgesucht und bald verschlechterte sich der wirtschaftliche Status von Bardejov auch durch den Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Zu den bedeutendsten historischen Andenken von Bardejov gehört das kulturelle Nationalandenken, die St.-Egidien-Basilika Minor. Die ersten Erwähnungen stammen aus dem 13. Jahrhundert, und das Gebäude selbst stellt die Spitze der späten Gotik dar. Der 76 m hohe Turm gehört zu den höchsten in der Slowakischen Republik. Das Innere wird durch 11 authentische gotische Altäre geschmückt, wobei der Hauptaltar des Heiligen Egidien die Höhe von 17 m hat und der höchste in der Slowakei ist. Die Kirche hatte mehrere Inhaber, wurde mehrmals wiederhergestellt, aber die heutige Form erhielt sie erst am Ende des 19. Jahrhunderts. Das nächste bedeutende Gebäude ist das gotisch-renaissancistische Rathaus, das in den Jahren 1505 bis 1511 erbaut wurde und über das historische Stadtzentrum hinausragt. An seinem Gesims befinden sich 118 Plastiken, und an der Spitze - das Denkmal des Ritters Roland. In der Vergangenheit war es der Sitz des Stadtrates und machte das Zentrum des Kultur-, Geschäfts- und Gesellschaftslebens aus. Heute wurde da ein Museum untergebracht. Der historische Stadtmarkt wird durch Häuser mit gotisch-renaissancistischen Architekturelementen umgeben. Einstmals war die Stadt durch ein System von Verteidigungsmauern mit einem Wassergraben und 23 Basteien umgrenzt, das bis heute zu den am besten erhaltenen Festungssystemen in der Slowakei gehört. Das Stadtschutzgebiet wurde 2000 zusammen mit der jüdischen Suburb in die UNESCO-Liste des Kultur- und Naturwelterbes eingetragen.

Die Kreisstadt Bardejov mit über 33 Tausend Einwohnern bildet das Zentrum des Oberen Saris und liegt im Nordteil der Presover Region. Hier kann man ein breites Netz von Dienstleistungen sowie eine ganze Menge von Kultur- und Gesellschafts-, Erholungs- und Sportobjekten wie z.B. Museen, ein Freilichtmuseum, Ausstellungssäle, eine Bibliothek, Internetclubs, Discos, Kinder- und Jugendzentren, eine Sporthalle, eine Eis- und Sporthalle, eine Stadthalle, Schwimmhallen und Freibäder, Minigolf, Tennisplätze, Fitnessclubs, Reitschulen, Skizentren, Sauerstoffwege finden. Dienstleistungen für Touristen erbringen: das Touristen- und Informationsbüro, die Post, Banken, Wechselstuben, Reiseagenturen und -büros, Tankstellen, LPG-Tankstellen, Kfz-Wertstätten und Abschleppdientstellen, Apotheken, Optiker, Schuhmacher, Schneider, Uhrmacher, Wäschereien etc. In der Stadt gibt es viele Schulen und andere Bildungseinrichtungen sowie zwei Hochschulen. Die Wirtschaftstransformation bzw. die Anpassung an die Wettbewerbswirtschaft lenkte die Entwicklung des Kreises in Richtung der privaten Institutionen und Unternehmen. Die hiesige Industrie macht vor allem Textil- und Lederindustrie, Maschinenbau, Holzverarbeitung und Lebensmitteindustrie aus. Eine starke Position genießen hier die Kurorte.

Einen Teil der Stadt bilden Bardejovske Kupele, wo sich die Schönheit der Kultur- und Geschichtsandenken mit der Heilungswirkung der Mineralquellen verbindet. Die Geschichte des Kurortes hängt eng mit Bardejov zusammen. Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 1505, als die Heilungswirkung der Mineralquellen bereits bekannt war und die ersten Kurkabinen entstanden. Zur Behandlung kamen hier viele namhafte Personen, darunter auch die zweite Gattin des Kaisers Napoleon I, Maria Luisa sowie die Kaiserin Elisabeth, die auch Sisi genannt wurde. Die Entwicklung des Kurortes wurde durch den Ersten Weltkrieg aufgehalten und erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts intensiv fortgesetzt. Die Kurortgäste können hier nicht nur die heilende Kraft der Kuren erfahren, sondern auch das vielfältige Kultur- und Gesellschaftsleben kennen lernen.

In den nahe gelegenen Kurorten bzw. Dörfern kann man ein Freilichtmuseum sowie schöne Holzkirchen besichtigen, und zwar in: Fricka, Lukov, Krive, Jedlinka, Hervartov, Trocany oder Kozany. Das Vorland von Beskid Niski und Cergov machen touristische Unternehmungen im Sommer wie im Winter möglich. Bei der Bewunderung solcher Naturattraktionen wie Becherovska tisina, Regetovske Raselinisko, Czergovski Mincol, Slatina bei Lieskovec in Nova Ves, einem Stadtviertel von Bardejov oder aber die 700 Jahre alte Eiche im Dorf Dibinne kann sich der Tourist bis nach Polen verlaufen. Den Sommerbesuchern stehen hier Freibäder in der Stadt bzw. in Kuorten, Nizna Polianka zur Verfügung, beliebt sind hier auch Jägerei, Angel- und Reitsport. Begeisterte Radfahrer werden sich bestimmt über die Möglichkeit des Radfahrens in der Gegend sehr freuen, und im Winter können diejenigen, die gerne Ski fahren, zahlreiche Skilifts und Loipen in solchen Skizentren wie Regetovska, Stebnicka Huta, Nizna Polianka oder im Kurort Bardejovske Kupele für sich in Anspruch nehmen.

Die Stadt Bardejov unterhält eine langjährige Zusammenarbeit mit zwei polnischen Grenzstädten: Krynica und Gorlice. Die Inbetriebnahme neuer polnisch-slowakischer Grenzübergänge im Kreis Bardejov, d.i. in Becherov (Richtung Gorlice) und Kurov (Richtung Krynica) ermöglichte die Vertiefung der Kooperation zwischen den Städten, Lokalinstitutionen, Gesellschaften und Vereinen.

Die Geschichte dieser Region hat gezeigt, dass sich das Jahrhundert des größten Ruhmes im Mittelalter auf einen intensiven Handelsaustausch zwischen der Ostseeregion einerseits und der Region des Schwarzen Meeres bzw. der Adria andererseits stützte. Der alte, so genannte „Bernsteinweg” führte über Karpaten in ihrem niedrigsten Teil in die Gegend, wo sich heute Bardejov, Krynica und Gorlice befinden.

Die gegenwärtige, sehr enge Zusammenarbeit der Grenzstädte wurde 1999 mit einschlägigen Verträgen besiegelt, d.h. mit den Verträgen über die partnerschaftliche Kooperation vom 27.08. 1999 mit Gorlice und vom 10.11.1999 mit Krynica. Die Behörden der Partnerstädte haben damit vereinbart, dass sie freundschaftliche Beziehungen unterhalten, Gesellschafts-, Kultur-, Humanitär- und Sportkontakte unterstützen, gegenseitige Förderung gewährleisten, Austauschbesuche von Stadtvertretern und Experten im Bereichen verschiedener, bilateraler Interessen umsetzen, freundschaftliche Zusammenarbeit von Schulen, Sportclubs, artistischen Jugendgruppen und touristischen Gruppen unterstützen sowie die Zusammenarbeit im Bereich des Handels, der Produktion, des touristischen Verkehrs fördern wollen.



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